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Transformation im Team umsetzen

Die Spielregeln ändern sich. Wirtschaft und Gesellschaft befinden sich inmitten einer großen Transformation. Es sind höchst volatile Zeiten, in denen sich Branchen tiefgreifend verändern. Viele aber unterschätzen immer noch die anstehenden Herausforderungen. Globalisierung und die neuen Kommunikationstechnologien verändern nicht nur die Spielregeln der Wirtschaft, sondern auch die der Führung (Preis der Vernetzung). Das gewohnte Terrain ist in Gefahr, die gewohnten Vorgehensweisen greifen nicht mehr. Das Gehirn verarbeitet die komplexe Gemengelage als Erwartungsenttäuschung und der Körper reagiert mit Stress – mit hitziger Affektlogik, Flucht- und Kampf-Reaktionen. Führungskräfte befürchten nicht selten Kontroll-, Verantwortungs- und Hierarchie-Verlust. Die Realität wird soweit möglich verdrängt und es wird auf Basis vereinfachender Erklärungsmustern reagiert. Die Gallup-Studien zeichnen ein entsprechend konservatives Bild der Führungskultur, die vielerorts gelebt wird: Eigene Ziele werden überbetont, das persönliche Image wird überbewertet, die Kollegen werden feindselig beobachtet.

Führung in Zeiten der Transformation

In Zeiten der Transformation sind die Herausforderungen sind so komplex, dass es Gemeinschaftsanstrengungen bedarf, um sie zu lösen. Team-Building ist heute nicht nur nice-to-have, sondern Bedingung für eine gesunde und erfolgreiche Zukunft. Die neue Führung nutzt den Schlüssel der kollektiven Intelligenz – die Art und Weise des Miteinanders. Führungsteams, die in der Lage sind ihre verschiedenen Talente und Begabungen optimal einzusetzen und die Kunst beherrschen Konflikte, Widersprüche als Wachstums-Chancen zu sehen, erbringen Spitzenleistungen.

Professionelle Teamarbeit steht für solidarische Integration, dynamische Vernetzung, iterativ testende Agilität. Führung wird zu einem gemeinschaftlichen Suchprozess – kompetent, kooperativ und kollektiv. So können die richtigen Weichen gestellt, international kollaboriert, auf Augenhöhe kommuniziert und kreative Lösungen für die Zukunft gefunden werden.

Peter Senge hat schon vor Jahren mit seinen fünf Disziplinen der lernenden Organisationen entscheidende Orientierungspunkte für die teamorientierte Führung formuliert. 1. Systemdenken – das große Ganze im Blick haben; 2. Personal Mastery – die eigenen Verhaltensweisen hinterfragen und ausrichten; 3. Mentale Modelle – Denkgewohnheiten kritisch prüfen; 4. Aufbau einer gemeinsamen Vision – mit realistischen Zukunftsbildern Kraft und Motivation für das Neue schaffen; 5. Team-Lernen – gezielt Teamleistungen ermöglichen.

Kein Einzelner ist mehr in der Lage das Schiff zu steuern. Nicht die Helden sind gefragt, sondern sozialen Architekten, die die notwendigen Kräfte und Dynamiken ermöglichen, unterstützen und ausrichten.

Führungskräfte – mit einem professionell teamorientierten Führungsanspruch – zeichnen sich durch folgende Haltungen aus

  • Wertschätzung, Zuversicht, Optimismus – trotz widrigster Umstände konstruktiv, wertschätzend und zuversichtlich bleiben
  • Allparteilichkeit oder Neutralität, Offenheit – keine vorschnellen Schlüsse ziehen und alle Daten, Fakten auf den Tisch und dann die richtigen Entscheidungen treffen
  • Gesunde Distanz, gesundes infrage stellen geltender Normen, Denkmodelle – geht nicht, gibt es nicht, eine neue Welt braucht neue Denke und neues Handeln
  • Fokus auf die Stärkung des Systems, nicht auf Einzelinteressen – die Zeit der Einzelkämpfer, Selbstdarsteller ist vorbei, es kommt auf das Ganze und den Beitrag hierfür an
  • Fähigkeit, Unwissen, Widersprüche und Ambivalenzen auszuhalten – vieles ist und bleibt unklar. Widersprüche sind auszuhalten und der Weg ist inmitten scheinbarer Widersprüche und Unmöglichkeiten zu finden
  • Demut, der Verzicht auf Allmacht-Fantasien – es ist ein Privileg in dieser Zeit an zukunftsweisenden Prozessen beteiligt zu sein und mitgestalten zu dürfen
  • Reflektierter Umgang mit den eigenen Emotionen – entscheidend ist der Umgang mit den Emotionen; die Fähigkeit Ambivalenz, Unklarheit, Widersprüche, Auseinandersetzung aushalten zu können und bei den tatsächlichen Anforderungen und möglichen Lösungen zu bleiben ist jetzt besonders gefragt.

Teamorientiert navigieren und die Zukunft gestalten

Wie gelingt es ein starkes, teamorientiertes Miteinander im Unternehmen zu schaffen? Ist das überhaupt machbar? Und wenn ja, wie geht man vor?

Es kommt darauf an gleichzeitig auf zwei Ebenen zu steuern – auf der Sach- & der Verhaltensebene. Das heißt, das Miteinander ist während des Gestaltungsprozesses genau so im Führungsfokus wie die sachlichen Themenstellungen. Denn – so der Grundsatz nachhaltiger Unternehmensentwicklung – das Neue kann nur mit einem neuen Wie, einem neuen Miteinander nachhaltig realisiert werden.

Konkret bedeutet dies, dass die Zielkultur erarbeitet, das Miteinander während des Arbeitsprozesses immer wieder reflektiert und ausgerichtet wird. Schritt für Schritt sind die einzelnen Stakeholder-(Gruppen) mit ins Boot zu holen, ein konstruktives, zielorientiertes Miteinander zu schaffen, Spannungsfelder zu lösen und gemeinsam kreative Lösungen zu finden. Auf Basis einer spezifisch ausgearbeiteten Change-Architektur, die die entscheidenden Stellhebel berücksichtigt, wird auf der Verhaltens- und der Sachebene geplant und umgesetzt.

Das Dr. Kappe Integrierte Change Management Vorgehen liefert hierfür einen praxiserprobten Leitfaden. Das Vorgehen baut auf überprüften und bewährten Konzepten der systemorientierten Managementlehre, vor allem aber auf einer mehr als zwanzigjährigen Praxiserfahrung und überdurchschnittlich positiven Ergebnisse in der Change Management Beratung auf.


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